Buddhismus

Der Buddhismus ist im Grunde keine Religion, sondern eine Lebensphilosophie ohne religiöse Bestrebungen, weil gerade im Buddhismus die Frage nach dem Herkommen des Selbst oder der Welt, das zurück Verbinden fehlt. Man kann auch aussagen, dass der Buddhismus eine Parawissenschaft ist. Hat nicht Buddha gesagt: Folge mir nicht, weil Du glaubst, sondern prüfe meine Aussagen sorgfältig?

Vielleicht ist der Buddhismus auch nur die Exportversion des Hinduismus, wie das Sir Charles Eliot gesagt hat, (1) in dem gewisse wesentliche soziale und andere Vorstellungen ausgeschieden worden sind.

Weiter glaubte Buddha nicht an einen Gott oder Weltenlenker, sondern an Karma. Karma kann man als gültiges oder wirksames Gesetz erkennen, (von dem sich der Buddhist letztlich zu befreien versucht.) Wo aber ein Gesetz herrscht, muss auch etwas Gesetzgebendes sein. Zu behaupten es wäre schon ewig bestehend ist einfach eine äusserst einfache Flucht vor der Auseinandersetzung, die dann keine einfache Antwort generiert.

Auch ohne gesetzgebendes Element lenkt aber das karmische Gesetz die Welt, weil es der Welt durch diese Gesetzmässigkeit Bestimmung gibt. Die Welt ist also durch das Gesetz des Karmas gelenkt.

Eine weitere Behauptung des Buddhismus ist, dass nichts durch sich selbst besteht, ja und da frage ich, wodurch besteht dann das Nirvana, in dem der Buddhist seine Seele aufzulösen glaubt? Buddha hat vielleicht die Erleuchtung doch nicht erlangt, hat noch nicht zu ende gedacht.

Vielleicht besteht das Nirvana nur durch den Glauben daran, dass es existiert, da es ja nicht aus sich selbst existiert. Die letzte Hürde der buddhsitischen Seele wäre dann, den Glauben an die Existenz des Nirvanas, seiner persönlichen geschichte und seiner Selbst zu verlieren, letztlich freiwillig herzugeben, nur dies wäre völlige Auslöschung der karmischen Verstrickungen im Nicht!

Ausserdem könnte die Budhanatur doch die Welt durch das Gesetz des Karma lenken, in dem es eine karmisch gelöschte Seele aus dem Nirvana nimmt, ihr durch den Platz und der Auswahl zwischen zwei Eltern, der Herkunftsfamilie, Bestimmung für das Leben geben und die Welt durch das Geborenwerden der jeweiligen Charakteren lenken, die ja, je nach dem, durch Politik oder Handeln Einfluss auf das öffentliche Leben und den Verlauf der Geschichte nehmen.

Einmal gibt es einen Jesus und dann wieder einen Hitler, je nach dem, was die Welt und das kollektive Unbewusste und Bewusste für ihr emotionales und spirituelles Wachstum gerade braucht.

Ausserdem gibt es kein persönliches Karma. Wenn es überhaupt Karma gibt, was ich grundsätzlich bezweifle, dann gibt es nur ein Karma, nämlich Buddhanaturs Karma. Da jeder im Grunde nach den Lehren Buddhas Buddhanatur ist, wäre also Dein Karma auch mein Karma, wäre jedermanns Karma. Es gibt kein persönliches, von einander verschiedenes Karma.

Wir haben vielleicht ein Kollektivkarma, wer weiss???

Und soll ich Dir einen guten Witz erzählen? Der Buddha hat tatsächlich geglaubt er wär der einzige Erleuchtete und nur ein Erleuchteter wäre jeweils am Leben! Das hat der Buddha tatsächlich arrogant und grössenwahnsinnig geglaubt.

Weiter glaubte Buddha, dass in Perioden der Erleuchtete als Reinkarnation wieder kommt und eine vollkommene Wiederholung seiner Vorgänger darstellt, welches er vermutlich nur durch den Irrtum glauben konnte, der durch das Nichtverstehen des Gesetzes des kreativen Prinzips aus Konsequenz generiert wurde. In dieser Welt ist alles einzigartig. Wir leben in einer Welt, erfüllt von unendlicher und unerschöpflicher Einzigartigkeit, das ist auch ein Gesetz.

Buddha hat nicht realisiert, dass Erleuchtung, bzw. der Weg dahin, so wie das Verstehen und integrieren deren, ein ganz persönlicher und individueller Prozess ist. All die Einsichten und Erkenntnisse einer Erleuchtung, die sich dann hinterher in Bezug zum Individuum setzen um überhaupt verstanden zu werden, messen sich immer auch an der persönlichen Geschichte und des verarbeitenden Intellekts des Erleuchteten.

Ausserdem hat Buddha nicht realisiert, dass es verschiedene Erleuchtungen gibt, die kleinen und grossen Erleuchtungen. Die kleinen Erleuchtungen, wenn man tiefen Einblick in den Sinn einer Begebenheit erhält, die jeder Mensch im Laufe seines Lebens haben kann, oder die ganz grossen und vollumfänglichen Erleuchtungen, wenn sich das Ego im Selbst auflöst und Eins wird.

Eine solche Erleuchtung ist unbeschreiblich, weil um sie zu beschreiben, das Einssein da sein muss, so wie eine Wahrnehmung, ein analytisches Denken so wie Wissen um zu differenzieren und Organe zum Ausdruck. All-Ein zu sein ist daher unbeschreiblich, weil es verschiedene Dinge braucht um sie zu beschreiben und wenn da verschiedene Dinge sind, kann kein Allein sein.

Buddha sagt zwar, dass wir alle eigentlich Buddhanatur sind, wobei Buddhanatur nur eine Bezeichnung für etwas, eine Energie oder eine Existenz, ein kreatives Prinzip mit anscheinend einer Gesetzmässigkeit ist, welche wir im Grunde gar nicht beschreiben können.

Was ist Buddhanatur?

"Buddhanatur" ist ein Wort, um über etwas zu sprechen, was im Grunde unbeschreiblich ist. Eine Beschreibung für ein kreatives schöpferisches Prinzip, welches dem Leben in der Evolution innewohnt und in dieser Evolution in Folge evoluzionärer Zwänge Gesetzmässigkeiten und Bewusstsein für sich selbst hervorbringt. Ich gehe sogar so weit, dass ich behaupte, dass Buddhanatur Gott ist und Gott Buddhanatur ist, denn auch das Wort "Gott" ist letztlich nur eine Bezeichnung für etwas, was im Grunde für den Menschen unbeschreiblich ist, dass dem Leben zu Grunde liegt.

Ausserdem war Buddha wohl auch ein kleiner Schlawiner, denn er hat nicht gesagt, dass "Buddhanature" unpersönlich und persönlich zugleich ist (erklärung folgt), dass "Buddhanature" einen persönlich und unpersönlichen Willen hat und auch nicht, dass Buddhanatur, Gott und Nirvana eins sind. Buddhanatur = Nirvana = Gott = Allah = Shiva = Buddha und so fort und so weiter. Vielleicht denkst Du dies sei so nicht stimmig aber dann gabe ich Dir als Gedankeninput zu bedenken, dass vielleicht Deine Interpretation der Wörter Buddhanatur, Gott, Nirvana usw. nicht stimmig ist. Wer weiss vielleicht?

Warum muss Buddhanature auch persönlich sein und einen Willen haben? Nun als vielleicht Philosophe, der einen Anfang sucht und wenn ich die überhaupt spärlichen zusammenhangslos zerfetzten Wissensfetzen, die ich da in meinem Leben aufgeschnappt habe, meine Weisheit entstammt dem Verstehen der christlichern Bibel, richtig verstehe ist Buddhanature ihrem Wesen nach willenlos und manifestiert nur den Willen des Ego's, dies so lange, wie es das Ego will und es nicht schafft, seinen Willen selbst auf zu geben. (PS: Es fragt sich für mich nur, ob das Wollen aufgeben zu wollen, denn nicht auch ein Paradoxonund selbst auch Wollen ist???)

Es kann nach meinem Verständnis nicht sein, dass Buddhanature willenlos ist! Warum nicht? Weil ich analog der Frage "Was war zuerst, die Henne oder das Ei?", die Frage zur Verdauung in den Geist stelle: "Was war zuerst Buddhanature oder das Ego?"

Nun ja, wenn das Ego zuerst war ist die Frage sowieso geklärt, ob die Existenz ein Ego hat und einem persönlichen Willen entspringt. Wenn Buddhanature zuerst war, dann muss sie auch einen Willen haben, warum sollte denn sonst ein Ego aus Ihr entstehen, welches sie zu verwirklcihen hat, wenn sie dies nicht wollte? Die Persönlichkeit in der Unpersönlichkeit von Buddhanature resultiert daher aus dem Faktum, dass es überhaupt ein Ego gibt, welches nur aus einem schöpferischkreativen Willen entspringen kann und das Ego sich nicht selbst kann haben und verwirklichen wollen bevor es existiert. In etwa analog wie Gott sich aus sich selbst erschaffen haben muss, bevor Gott existierte. Da hatte es das buddhistische Ego etwas einfacher, es musste sich nicht aus Nicht selbst erschaffen, sondern hatte wenigstens Buddhanature als Grundlage. Gott hatte es dort etwas schwieriger, sich selbst aus Nicht oder sich selbst zu erschaffen noch bevor er existierte.

Viel interessanter ist für mich die Frage, warum überhaupt Gott oder Buddhanature existiert, wie haben sie sich aus Nicht überhaupt in Existenz gebracht. (Anmerkung: Zu behaupten, Buddhanature oder Gott wären schon ewig, ist einfach eine ganz einfach oberflächliche Antwort des Geistes, im Grunde eine einfache Flucht vor der zu Grunde liegenden Auseinandersetzung, wie Existenz aus Nicht werden kann. Die buddhistische Antwort ist total oberflächlich: Ist einfach ewig schon.)

Kann Buddhanature sich selbst zerstören, wenn ja, dann ist dies für mich der Kern der Sache, warum Religion nur Konstruktiv, jedoch niemals Destruktiv sein kann, d.h. es gibt im Leben auch den Tod aber Religion kann niemals in letzter Konsequenz und nur Destruktiv sein, dies würde dem Gesetz der Selbsterhaltung widersprechen.

Warum will sich eigentlich Buddhanature oder Gott selbst erhalten? Oder haben sie gar keine Wahl? Vielleicht weil sie sich selbst erhalten wollen, weil Existenz der Sinn des Lebens ist, ganz egal in welcher Verkörperung davon man sich gerade befindet, zwischen Gott, Buddhanature und Dir gibt es keinen Unterschied: Du, Deine Existenz, Deine Selbsterhaltung, Deine Selbstfindung und Deine Selbsterhaltung, Deine Selbst-Entwicklung und in Gruppen aus Konsens zu handeln, Du allein als das Persönliche und Du als Schöpfer das Unpersönliche, Ja bist der Sinn des Lebens! Wer auch sonst, wenn nicht Du? Kann Buddhanature sich selbst aufgeben? Nirvana ist Buddhanature, hä, Buddha der kleine Schlingel: Es gibt keine Erlösung von der eXistenZ und das ist zwingende Notwindigkeit zur Übernahme von Verantwortung vor dem Sinn und dem Leben.

(1) Die fünf Weltreligionen, Helmuth von Glasenapp, DG 170, 2001, S. 29